Welchen Beitrag leistet die Baubranche zum Erreichen der Klimaziele? Ist klimaneutrales Bauen der Weg der Wahl oder gibt es Alternativen?
Die Baubranche ist eine der wichtigsten Säulen, wenn es um den Klimaschutz und das Erreichen der Klimaziele geht. Sie ist für etwa 40 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich – kombiniert aus Materialherstellung, dem Bau an sich, Beheizung, Strom und Sanierung sowie Abriss und Entsorgung des Bauschutts. Die Forderungen nach mehr Neubauten aufgrund des Wohnungsmangels in Kombination mit der Notwendigkeit von mehr Nachhaltigkeit im Bau stellen die Branche vor große Herausforderungen. Wie plant die Bauindustrie aber diese Herausforderungen zu meistern und kann sie überhaupt einen so großen Beitrag zum Klimaschutz leisten? Wir geben einen Überblick.
Wir möchten zuerst einen kurzen Exkurs in die aktuellen Klimaziele der Bundesregierung machen:
Bis 2050 soll Deutschland größtenteils klimaneutral werden. Ein großer Meilenstein dafür sind die Ziele für 2030, die bereits konkret definiert wurden. Gegenüber 1990 sollen die unterschiedlichen Branchen ihre CO2-Emissionen deutlich reduzieren:
Was schon bei Erstellung des Plans als ambitionierte Ziele beschrieben wurde, ist heute noch schwieriger zu erreichen. Sowohl die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie als auch die wirtschaftlichen Rückschläge durch den Krieg in der Ukraine sorgen dafür, dass die Klimaziele im Gebäudesektor und gerade in der Energiewirtschaft weniger realistisch werden. Aber auch alle anderen Branchen stellen den Klimaschutz zurzeit eher hinten an, da in allen Bereichen die Kosten steigen.
Einer der ersten Ansätze für Klimaschutz beim Bauen sind klimafreundliche oder -neutrale Bauprojekte. Neubauten sollen mit klimafreundlichen Baumaterialien gebaut werden, hohe Energieeffizienz ist schon heute der Standard und gleichzeitig sollen Ressourcen und Energie gespart werden. Zwei Probleme fallen hier jedoch auf den ersten Blick auf: Verfügbarkeit und Kosten. Nachhaltige Materialien wie Holz, Lehm, Naturstein oder Ton stehen nicht in so großen Mengen zur Verfügung wie beispielsweise Zement und Beton. Gleichzeitig sind sie oft teurer – zumindest, wenn sie so hergestellt werden, dass sie wiederverwendbar verarbeitet werden. Gleichzeitig sollten nachhaltige Materialien möglichst regional bezogen werden, um den Transport so klimafreundlich wie möglich zu gestalten. Wir sehen schnell, dass nachhaltige Neubauten viele Herausforderungen mit sich bringen. Was ist jetzt allerdings die Alternative?
Um auf den richtigen Weg hin zum Erreichen der Klimaziele zu gelangen, reicht klimafreundliches Bauen von neuen Gebäuden nicht aus. Vielmehr müssen auch Bestandsbauten saniert werden, sodass sie klimafreundlicher werden. Ob Wohn- oder Bürogebäude – alte Gebäude haben eine schlechte Energiebilanz, die sich durch Sanierungen verbessern lässt. Gleichzeitig werden für diese Arbeiten nur wenige neue Materialien benötigt – der Bau an sich besteht schließlich schon. Das große Problem bei diesem Thema: Abreißen und neu bauen ist oft nur wenig teurer und zum Teil sogar günstiger als eine Sanierung. Sofern es nicht möglich ist, diese Kosten zu senken, sollten zumindest Materialien wiederverwendet werden. Im Grunde genommen sind wir bereits umgeben von Baumaterial. Bisher fehlt es aber oft an Möglichkeiten und dem Interesse, die Materialien aus einem Abriss zu recyclen und wiederzuverwenden. Hier müssen durch Politik und Bauministerium Anreize geschaffen werden, die entweder die Sanierung oder das Recycling deutlich attraktiver machen als einen Neubau mit vollständig neuen Materialien.
Die wohl wichtigste Säule für die Baubranche bilden allerdings weder nachhaltige Baumaterialien noch Lockerungen der Vorschriften für Sanierungen. Es sind die Fachkräfte und Expert:innen, die die Branche stützen und sie voranbringen. Ob es dabei um neue Ansätze für mehr Nachhaltigkeit geht, um den klimaneutralen Bau an sich oder um den 3D-Druck von Gebäuden – ohne gute Mitarbeiter:innen kommt die Baubranche nicht voran. Für Bauunternehmen ist es demnach wichtig, die besten Spezialist:innen für sich zu gewinnen. Eine gute Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Expert:innen aller Art ist die Beauftragung von Freelancern. Sie bringen spezifisches Fachwissen mit, sodass Unternehmen sich weiterentwickeln können. Zudem kann die Arbeit mit Freelancern in auftragsstarken Zeiten zu großer Erleichterung führen, da sie zeitlich flexibel einsetzbar sind.
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